Exkursion im Bienwald

Die Herbstexkursion des NABU Heidewald führte am Sonntag, 19. September in den Bienwald. Gegen 10:00 Uhr begann die Führung durch Dieter Kurzmaier an der Bienwaldmühle. Kurzmaier war jahrelang als Förster im Bienwald tätig und kennt daher dieses Waldgebiet an der Grenze zu Frankreich wie seine Westentasche.

Im Mittelpunkt der Exkursion standen jetzt einmal nicht die Tiere und Pflanzen des Gebietes, sondern forstliche und historische Aspekte. So haben die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Deutschland und Frankreich über die Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen, beispielsweise in Form von Befestigungsanlagen, deren Reste Kurzmaier zeigen konnte, und zwar auf beiden Seiten der Lauter, die hier die Grenze zwischen den Staaten bildet. Die Natur kam bei der Führung trotzdem nicht zu kurz, so gab es unter anderem den Königsfarn, eine echte botanische Rarität, zu bewundern. Immer wieder ging Kurzmaier auch auf seine Erfahrungen ein, die er als Förster in dem Gebiet gemacht hatte, wie etwa Probleme durch Sturmkatastrophen der letzten Jahrzehnte oder verfehlte Planungen, die von höherer Stelle beschlossen wurden. Ein sehr positives Beispiel dagegen ist die Einrichtung der Naturwaldreservate, in denen die natürliche Entwicklung der Waldlebensgemeinschaften beobachtet werden kann. Dieser Punkt konnte allerdings nur in der Theorie vorgestellt werden, da der Bienwald einfach zu groß ist, um ihn an einem einzigen Tag zu erkunden.

 

NABU Heidewald

In Rheinland-Pfalz im Umkreis der Ortschaften Birkenheide, Ellerstadt, Fußgönheim, Lambsheim und Maxdorf