Mehr als zehn Personen folgten am Sonntag, 11. Oktober, der Einladung des NABU Heidewald zu einem Ausflug in das ehemalige Tongrubengelände Erdekaut zwischen Eisenberg und Hettenleidelheim.

 

Ab 10:00 Uhr führte Dieter Hünner, der in der Kreisverwaltung des Donnersbergkreises für den Bereich Naturschutz tätig ist, die Gruppe durch das Gelände und erläuterte dabei die Entstehungsgeschichte des Gebietes. Die besondere geologische Situation in der Umgebung von Eisenberg führte dazu, daß die Gegend stark vom Bergbau, und zwar dem Abbau von Sand, Ton und Klebsand, geprägt ist. Bis 1985 war auch das Gebiet Erdekaut bergbaulich genutzt, zeitweise arbeiteten dort bis zu 800 Menschen im Tonabbau. Ein zentral im Gebiet liegendes Grubengebäude, so erklärte Hünner, sei der letzte Zeuge des dortigen Untertagebaus. Nach Aufgabe der Nutzung bildete sich schnell Gebüsch und Wald in dem von zahlreichen wassergefüllten Gruben geprägten Gebiet. Bald regte sich der Wunsch, ausgehend von den umliegenden Gemeinden, den landschaftlichen Charakter des Bergbaugeländes zu erhalten, nicht nur als Erinnerung an dessen ehemalige Bedeutung, sondern auch, weil die zahlreichen Gruben, Tümpel und Steilhänge wichtige Lebensräume einer besonderen Tier- und Pflanzenwelt sind. So entstand die Idee des Erlebnisparks Erdekaut, der Besucher zu Naturbeobachtungen in den vielfältigen Biotopen einladen will.

Auch wenn bei herbstlicher Witterung und der vorgerückten Jahreszeit an diesem Tag nur wenig von den Bewohnern des Gebietes zu sehen war, gewannen die Teilnehmer der NABU-Exkursion doch einen recht interessanten Eindruck von dem Potential und der Vielfalt dieses Biotopverbundes und die Anregung, den Besuch bald zu einer anderen Jahreszeit zu wiederholen.

NABU Heidewald

In Rheinland-Pfalz im Umkreis der Ortschaften Birkenheide, Ellerstadt, Fußgönheim, Lambsheim und Maxdorf